„ALTER BRUNNEN“

Vielleicht kommt ja noch ein Artikel in den BNN oder im Amtsblatt über den wieder aufgestellten „Alten Brunnen“ und das Brunnenfest am 13.6.26…..aber über die dort auch gezeigte alte Zeichnung von Matthias Hess aus dem Jahre 1959 gab es doch einige interessante Hinweise, die wir gerne weitergeben wollen.

Unter anderem durfte nämlich Siegfried Kappenberger bei der Entstehung der Zeichnung beim Künstler sitzen. Der zu sehende Dackel hieß Seppel, ging immer alleine durchs Dorf und gehörte einer Helene Lauster o.ä., im Dorf „Posthelee“ genannt.

Der Mann auf dem Pferdefuhrwerk war Berthold Grünling. Er lenkte seine Pferde immer im Stehen.

Die Frau links im Rollstuhl soll bestimmt Katharina Garbuio darstellen. Sie wohnte in der Keltergasse, hatte einen schweren, recht hohen Rollstuhl mit einer großen quadratischen Plattform, wie etwa z.B. ein Motorroller. Da stellte sie sich zuerst drauf, bevor sie sich hinsetzte. Er hatte vorne auch noch ein drittes Rad. Allerdings stand sie immer auf der rechten Seites des Bildes, also an der Einmündung der Keltergasse. Aus Gründen der Bildgliederung und des dunklen Mauerhintergrundes hat dies dem Künstler dorthin wohl nicht so gut gepasst und hat sie deshalb auf die linke Seite gemalt. 

„D’Kattl“ (Katharine Garbuio) stand gerne in der Keltergasse, dem „Ewwergässl“, mit Blick auf die Ettlinger Straße und das Rathaus, um etwas vom Geschehen im Dorf mit zu bekommen. Sie hatte eben einen dreirädrigen Rollstuhl, den sie mit einem Hebel in Bewegung setzen konnte. Am Lenkgestänge hing immer ein Körbchen mit einem kleinen Vesper und etwas zu trinken. Gerne blieben die Leute stehen, „um ä bissle zu schwätzä“. Auch für die Kinder war der Rollstuhl natürlich eine interessante Sache. Kleinere durften ab und zu auf dem Podest stehend ein Stückchen mitfahren.

Wir lieben solche alten Geschichten! Gerne mehr davon!

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